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Am 6. 8. 1992 wurde die jüdische Gemeinde zu Oldenburg wieder gegründet. Der zweite Versuch, nach der Shoa, jüdisches Leben in dieser Stadt wieder zu etablieren.

Die 34 Personen der Gründungsversammlung sorgten für große Aufregung in der jüdischen Welt.
Die Geschlechtergleichberechtigung war nach der Shoa noch nicht üblich und sorgte für Irritation.

Im März 1995 konnte die Gemeinde in das Synagogengebäude an der Wilhelmstr. einziehen. Die Stadt hatte das 100. Jährige Gebäude saniert und der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Rat und Verwaltung wollten ein positives Zeichen setzen. Die Gemeinde war zu diesem Zeitpunkt bereits angewachsen durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion.

Im Jahre 2000 wurde auch das Gemeindehaus und die Mikwe fertig, außerdem konnte ein neuer Friedhof gekauft werden.

Die Gemeinde zählt heute 314 Mitglieder.

Von 1992 - 1995 war der damalige Landesrabbiner Dr. Henry Brandt für uns zuständig.
1995 - 2004 übernahm Frau Rabbiner Bea Wyler als erste Frau nach der Shoa in Deutschland ihr Amt.
2006 - 2008 folgte ihr Rabbiner Daniel Alter.
Landesrabbiner von Niedersachsen Jonah Sievers war in der Übergangszeit für alle rabbinischen Entscheidungen zuständig.

Im Nov. 2010 erfolgte eine Amtsübernahme durch Rabbinerin Alina Treiger.

Jüdische Gemeinde zu Oldenburg